Frau Jeschak

B: Werden Sie lernen müssen.
J: Ja.. Sonst fühle ich mich hier gut. Ich bin im Sommer hier umgezogen und hab ein bisschen in Rumänisch Urlaub gemacht, wo ich nur nette Menschen kennengelernt hab und schöne Erlebnisse gehabt habe.
B: Welche andere Interessen und Hobbys haben Sie?
J: In meiner Freizeit versuche ich, regelmäßig zu joggen, also ich nehme auch so an Läufen teil. Ich lese jeden Tag noch irgendein Buch privat, also ich lese gerne. Ich fotografiere auch gerne, aber meine Kamera ist gerade kaputt und außerdem hab ich meistens zu wenig Zeit. Das habe ich auch in meiner Studiumzeit getan und ich mache das auch jetzt noch.
E: Und wünschen Sie sich, dass Sie mehr Zeit für diese Hobbys hätten?
J: Also in den Ferien habe ich immer Zeit, aber während der Schulzeit hat ein Lehrer immer viel zu tun und mit den Fächern Deutsch und Geschichte hat man immer viel zu korrigieren, aber das ist schon lange so. Als Lehrer hat man aber viele Ferien, also finde ich immer Zeit.
B: Welche Unterschiede bemerken Sie zwischen den Rumänen und den Deutschen?
J: Zwischen den Schülern oder generell?
B: Beides.
J: Ich komm jetzt von einer Schule, wo die Schülerschaft ein bisschen problematisch war, also ist es schwierig, das jetzt zu vergleichen. Ihr seid sehr motiviert, das ist sehr schön für einen Lehrer. In meiner alten Schule war das meistens nicht so, man müsste die Kinder immer motivieren, weil die nicht so eigenständig lernen konnten. Das ist ein Unterschied, aber ich habe vorher auch nicht bei einem Gymnasium unterrichtet, sondern bei einer Stadtteilschule und deshalb ist es auch ein schwieriger Vergleich. Allgemein habe ich das Gefühl, dass hier während der Woche immer viel mehr los ist. Wenn ich durch die Straßen gehe sieh ich immer Menschen, die noch essen gehen und lange wach sind, was mit Sicherheit auch mit dem Wetter zusammenhängt.
E: Was können Sie über die rumänischen Lehrer sagen?
J: Ich hab jetzt eine 9. Klasse und ich bin erstaunt, wie viel die Schüler können. Das kommt jetzt nicht von den 6 Wochen in denen ich hier unterrichtet habe, sondern weil die Lehrer vor mir eine sehr gute Arbeit geleistet haben. Es ist auch bewundernswert, weil ihr die Fächer auf Deutsch habt, also dann geht es erstmal darum, die Sprache zu lernen und dann noch um das Fachliche. Das find ich alles erstaunlich.